EU-Butter für die Schweizer Vorweihnachtszeit

Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit, in welcher Familien gern näher zusammenrücken und sich auch dem Backen widmen. Gerade in der Schweiz ist die sogenannte Guetsli-Zeit überaus beliebt und bringt so manche Leckerei hervor, die liebevoll selbst gebacken wurde. Zum Backen wird jedoch in erster Linie eine Ressource benötigt, die gute alte Butter. Eben jene Butter wird jedoch in der Schweiz zur Mangelware, sodass Europa helfen muss.

Ein wenig verwunderlich ist der Umstand schon, da die Schweiz für ihren regelrechten Butterberg und den Milchüberschuss bekannt ist. Der Advent 2019 jedoch war überaus intensiv und dementsprechend sind die Ressourcen nahezu aufgebraucht. Butter wurde seltener als Gold und dementsprechend musste sich die Schweiz auf den Import aus der EU konzentrieren. Belgien und Deutschland haben diesbezüglich sehr gern ausgeholfen.

Der banale Grund für den Buttermangel in der Schweiz liegt in dem Umstand, dass die Schweizer Bauern eine erheblich stärkere Käseproduktion gestartet haben und dementsprechend auch weniger Butter zur Verfügung stand. Dieser Umstand überraschte letztlich auch die Experten, da es dem Schweizer Markt in der Vergangenheit noch niemals an Butter gemangelt hat. Ein Mangel an Butter in 2019 habe sich jedoch bereits sehr frühzeitig abgezeichnet, da die Butter nicht nur in der Adventszeit ein knappes Gut gewesen ist. Das ganze Jahr 2019 habe ein Mangel vorgeherrscht, der sich jedoch nicht so stark verdeutlicht hat, wie es in der Adventszeit der Fall ist.

Von einer schlechten Planung der Schweizer Bauern möchte jedoch kein Experte ausgehen. Im Jahr 2019 hat sich auch die Milchproduktion nicht so optimal gestaltet, wie es zunächst erwartet wurde. Es gibt auch keinen Grund zur Panik in der Bevölkerung. Die Schweizer „Anke“ ist schon sehr bald wieder im Einkaufsladen vorhanden. Die Produktion wurde entsprechend der aktuellen Umstände angepasst, sodass die Käseproduktion halt ein wenig heruntergefahren wird.

Die Balance zwischen dem Butterberg, der bei einer geringen Nachfrage auch wenig nutzreich ist, und dem Mangel an Butter ist eine jener Herausforderungen, die sich Bauern jedes Jahr stellen müssen. Es soll nunmehr geprüft werden, wie diese Balance für das Jahr 2020 aussehen soll, damit die Schweizer Bevölkerung im Advent 2020 wieder nach Herzenslust allerlei Leckereien backen können.