Schweizer Gastro-Branche in der Existenzkrise

Die Corona-Pause in der Schweiz ist vorbei und für die Gastronomiebetriebe der Schweiz ist es jetzt an der Zeit, einen ersten Kassensturz durchzuführen. Dass dieser Kassensturz im Vergleich zu den Vorjahreszahlen nicht positiv ausfallen würde dürfte dabei den meisten Menschen sicherlich bewusst gewesen sein. Das Ergebnis jedoch ist überaus existenzbedrohlich, wie nunmehr der Gastrosuisse Branchenverband mitteilte.

Rund 3000 Unternehmen aus dem Gastro-Bereich in der Schweiz wurden befragt und mehr als 40 Prozent aller befragten Unternehmen haben derzeitig keine Vorstellungen, wie der Betrieb allein im Monat Juni noch aufrechterhalten werden soll. Nahezu jedes befragte Unternehmen gab an, dass derzeitig sehr starke Verluste trotz der bisherigen Lockerungsmassnahmen eingefahren werden.

Die Lockerungsmassnahmen gehen nicht weit genug, da eine Öffnung nach dem aktuellen Stand überaus unrentabel für die meisten Betriebe ist. Im Bereich der Restaurants sowie Cafés und Hotels haben jedoch bereits rund 87 Prozent aller Unternehmen ihre Tätigkeit wieder gestartet. Rund 9 Prozent befinden sich derzeitig noch in der Planungsphase und 3 Prozent gaben an erst dann wieder zu öffnen, wenn mit einem Normalbetrieb gerechnet werden kann.

Die aktuellen Massnahmen bringen für die meisten Gastro-Betriebe Verluste im Bereich der Sitzplatzkapazitäten mit sich und rund die Hälfte aller befragten Unternehmen sehen die aktuelle Lage als existenzgefährdend an.