Schweizer Lidl überdenkt Plastik-Raschelsäckli

Für die Kunden eines Supermarkts waren die Einkaufstüten, die in dem besagten Supermarkt angeboten wurden, immer stets eine willkommene Serviceleistung. Nunmehr hat sich jedoch in der Schweiz gezeigt, dass die Kunden immer seltener zu diesen Plastik-Raschelsäcklis greifen. Ein Grund hierfür könnte der Umstand sein, dass diese 5 Rappen kosten und dementsprechend nicht mehr kostenfrei zur Verfügung stehen. Dies wiederum ist ein Grund für Lidl in der Schweiz, die Plastik-Raschelsäcklis gänzlich zu überdenken.

Der Marktsprecher von Lidl bestätigte kürzlich, dass die Supermarktkette die Einstellung sämtlicher Plastik-Raschelsäcklis plant. Diese Massnahme soll mit einer Alternative einhergehen, welche der Supermarkt seinen Kunden anbietet. Die Alternative in Form des sogenannten Greenbags kann durchaus als Beitrag des Supermarktes zum Umweltschutz verstanden werden. Für das erste Quartal 2020 ist die Einführung geplant.

Die Greenbags, die auch als Veggie-Bag bekannt sind, werden dem Kunden jedoch nicht kostenfrei zur Verfügung gestellt. Eine gänzlich neue Idee von Lidl sind die Bags ebenfalls nicht, da Migros sowie auch Coop diese Bags bereits für die Kunden bereitstellen. Einen Franken kosten die Bags und sie werden auch sehr gern genutzt.

Es gibt noch viel zu tun

Auch wenn die Veggie-Bags durchaus ein guter und effektiver Beitrag zum Umweltschutz sind und der globale Klimawandel auch längst schon völlig unbestritten ist, so stellen die Bags nur einen Anfang dar. Die Kunden können zwar mit einem Schweizer Franken einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz beitragen, die Anbieter der Produkte müssten jedoch ihren Teil ebenfalls dazu leisten. Der Marktsprecher von Lidl sprach hierbei insbesondere die Problematik an, dass viele Waren den Supermarkt eingeschweist erreichen würden. Dies ist zwar für die Haltbarkeit der Waren förderlich, für die Umwelt jedoch stellt dies eine mittelschwere Katastrophe dar.

Die Greenbags sind durch die eingeschweisten Waren ein Stück weit obsolet, da die eingeschweisten Waren auch ohne Greenbag von dem Kunden transportiert werden könnten. Die Wirksamkeit der Massnahme ist dementsprechend nicht vollumfänglich gegeben. Ob die Supermarktkette diese Problematik bei den Warenanbietern bereits zur Sprache gebracht hat oder nicht bleibt an dieser Stelle bedauerlicherweise ungeklärt. Auch die Frage des Preises, den Lidl für einen Veggie-Bag veranschlagen möchte, wurde von der Supermarktkette noch nicht abschliessend öffentlich artikuliert.