Schweizer Stromverbrauch ist im Jahr 2019 gesunken

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind ein grosses Thema unserer Zeit und dementsprechend sind energiesparsame Geräte sowie Anlagen ein guter Ansatzpunkt um die Umwelt zu schonen. Die Schweiz ist diesbezüglich ein regelrechtes Vorbild, da in der Alpenrepbulik die Nähe zu der Natur als fester Bestandteil der Lebensphilosophie angesehen wird. Wenn sich diese Philosophie durch Zahlen auch nicht belegen lässt ist dies umso schöner und das Jahr 2019 war diesbezüglich ein sehr gutes Jahr.

Immer mehr Bürger in der Schweiz achten bei dem Kauf von Geräten sowie auch Anlagen auf den Strombedarf. Ob dies jetzt aus umwelttechnischen Gesichtspunkten geschieht oder aus reinen wirtschaftlichen Gedanken sei an dieser Stelle einmal dahingestellt und ist im Grunde genommen auch nicht erheblich, denn von dem Ergebnis profitieren ja letztlich sowohl die Schweizer Landschaften als auch die Schweizer Bürger.

Dieses Verhalten hat auf jeden Fall dazu geführt, dass sich der Stromverbrauch in der Schweiz im Jahr 2019 reduziert hat. Mögliche Gründe für die Reduzierung des Stromverbrauchs um imerhin 0,8 Prozent sind auch das angestiegene Brutoinlandsprodukt sowie das Bevölkerungswachstum. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Aspekt, dass mehr geheizt wurde.

Wie das Bundesamt für Energie mitgeteilt hat wurden im Jahr 2019 rund 57,2 Milliarden Stunden Kilowatt verbraucht. Damit wurden im Vergleich zum Jahr 2018 449 Millionen Stunden Kilowatt weniger verbraucht, was einem Differenzwert von einem Jahresverbrauch von rund 90´000 Haushalten ausmacht.

Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2019 um einen Wert von rund 0,9 Prozent angestiegen. Das Bevölkerungswachstum im Jahr 2019 betrug rund 0,7 Prozent. Diese Angaben stammen von der Seco, sodass sich durchaus die Zusammenhänge des verringerten Strombedarfs erkennen lassen. Werden nun die Anzahl der Heizgradtage in diese Gleichung mit einbezogen, so lässt sich durchaus ein roter Faden entdecken.

Die Heizgradtage sind im Jahr 2019 um rund 6 Prozentangestiegen. Die Heizungsanlagen machen in der Schweiz rund 10 Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus, sodass letztlich mehr geheizt wurde als im Vorjahr. Für Unternehmen sowie auch Startups sind diese Daten nicht gänzlich uninteressant, da sich hier durchaus noch Potenzial für Innovationen und Marktentwicklungen ergeben können. Es ist davon auszugehen, dass die Zahlen für das Jahr 2020 noch einmal eine Veränderung nach oben aufweisen.